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Asien-Afrika-Institut ArtikelDas Asien-Afrika-Institut ist eine Einrichtung der Universität Hamburg mit Abteilungen für Sinologie, Koreanistik, Japanologie, Vietnamistik, Orientalistik, Afrikanistik und Indonesistik.
Abteilung für Sprache und Kultur Chinas | |
Die Sinologie ist in Hamburg in die Studiengänge "Sprache und Literatur Chinas" (Sinologie I) und "Staat und Gesellschaft Chinas" (Sinologie II) unterteilt. Studierende haben die Möglichkeit, jeweils eine der beiden Richtungen als Haupt-, die andere als Nebenfach zu wählen. Eine Koppelung von Sinologie I und II in Form zweier Hauptfächer ist nicht möglich.
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Arbeitsbereich für Koreanistik | |
Professor Werner Sasse
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Arbeitsbereich für Sprachen und Kulturen des südostasiatischen Festlandes | |
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1958 wurde dem Seminar für Sprache und Kultur Chinas eine weitgehend selbständige Abteilung "Thailand, Burma und Indochina" angegliedert. Geleitet wurde die Abteilung zunächst von dem Japanologen Oscar Benl. In dem Jahr 1970 erhielt Klaus Wenk einen Ruf als Professor der nunmehr in "Sprachen und Kulturen Südostasiens" umbenannten Abteilung, deren Leitung er während der folgenden 22 Jahre innehatte. Der Schwerpunkt der Forschung Klaus Wenks lag in dem Bereich der thailändischen Literatur. Ebenfalls von 1970 an, bis zu seinem Tod in dem Jahr 1988, war Klaus Rosenberg, dessen Schwerpunkt in dem Bereich der thailändischen Philologie lag, als Professor in der Abteilung tätig. 1992 übernahm der Ethnologe Barend Jan Terwiel die Leitung der Abteilung. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in dem Bereich der thailändischen Geschichte, Buddhismus und Kulturkunde.
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2002 erhielt Jörg Thomas Engelbert den Ruf als Professor für vietnamesische Sprache und Kultur. Seine Forschungsschwerpunkte bilden die moderne Geschichte Vietnams unter besonderer Berücksichtigung des Südens, ethnische Entwicklungen und die Beziehungen zwischen Vietnam, Laos und Kambodscha, Vietnam und China sowie die Volksliteratur der Viet.
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In früheren Jahren gab es an der Abteilung auch die Möglichkeit, die Sprache Birmas (heute: Myanmar) zu erlernen. Mangels Nachfrage wurde dies Angebot eingestellt.
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Abteilung für Sprache und Kultur Japans | |
Der erste deutsche Lehrstuhl für Sprache und Kultur Japans wurde 1914 in Hamburg eingerichtet. Das Hauptinteresse seines Gründungsordinarius, Karl Florenz (1865-1939), galt zwar Literatur und Religion der Vormoderne, in der Lehre jedoch kam das moderne Japan keineswegs zu kurz. 1936 übernahm Wilhelm Gundert (1880-1971) die Leitung, wurde 1945 jedoch auf Grund seiner universitätspolitischen Rolle während der NS-Zeit seiner Lehrverpflichtungen entbunden. Von den 1950er bis in die 1980er Jahre lehrten Oscar Benl (1914-1986) als Literaturwissenschaftler und Übersetzer und Günther Wenck (1916-1992) als Sprachwissenschaftler. Von 1957 bis 1978 unterrichteten Geza S. Dombrady (Literatur), von 1987 bis 1993 Klaus Antoni (Kulturanthropologie) und von 1995 bis 1999 Kay Genenz (Kulturelle Entwicklung und Sprachdidaktik) am Seminar.
Neben den Veröffentlichungen der OAG Hamburg (Nachrichten der Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (NOAG), Mitteilungen der Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (MOAG)) betreut die Abteilung, zusammen mit der Sinologie, auch die ostasienwissenschaftliche Zeitschrift Oriens Extremus.
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Abteilung für Geschichte und Kultur des Vorderen Orients | |
Die Abteilung wurde 1908 in dem Rahmen des Hamburgischen Kolonialinstitutes gegründet. Der erste Direktor war der Begründer der deutschen Islamwissenschaft, Carl Heinrich Becker, dessen historische Tradition nachdem Zweiten Weltkrieg durch Bertold Spuler, dann Albrecht Noth weitergeführt wurde und die seit 2001 von Lawrence I. Conrad vertreten wird. Ursprünglich sollte das Seminar Kaufleute und Beamte durch sprach- und landeskundliche Kurse auf den Einsatz in dem Orient vorbereiten. Neben die zeitgeschichtliche Forschung und die Einführung in Sprache und Landeskunde sind allgemeine historische und philologische Studien getreten.
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Arbeitsbereich Islamwissenschaft | |
Die Islamwissenschaft beschäftigt sich mit der Geschichte und Kultur der islamischen Welt von den Anfängen bis zur Gegenwart. Grundlage sind überwiegend schriftliche Zeugnisse in den Literatursprachen dieses Raumes (Arabisch, Türkisch, Persisch). Schwerpunkte der Arbeit in diesem Arbeitsbereich sind: frühislamische Geschichte und Quellenkritik. Dazu kommt das Thema "Geschichte der Medizin in der islamischen Welt". Unter Einbeziehung der historischen Perspektive konzentriert sich weitere Arbeit auf das Thema "Feindbild" vom Muslim/Araber/Türken in dem Westen sowie vice versa vom Christen/Europäer in der islamischen Welt. Dazu kommt als Forschungsschwerpunkt die arabische Presse. In dem Arbeitsbereich wird "Der Islam" , eine der ältesten orientalistischen Fachzeitschriften, herausgegeben.
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Arbeitsbereich Turkologie | |
Gegenstand der Turkologie ist die Sprache, Geschichte und Kultur der Türken. Die Forschungsinteressen in Hamburg richten sich vor allem auf: Geschichte und Kultur des Osmanischen Reiches und die moderne Geschichte der Türkei, osmanische und moderne türkische Literatur sowie türkische Migranten in Deutschland; bei den Zentralasienstudien wird Azerbaidschan besonders berücksichtigt. Erst mit der Ernennung von Annemarie von Gabain zur außerplanmäßigen Professorin 1948 wurden türkische Studien aus der Islamkunde herausgelöst und als eigenes Hauptfach verankert, zunächst mit dem Schwergewicht auf der allgemeinen Turkologie (Alttürkisch, zentralasiatische Turksprachen) und in enger Verbindung mit der Altaistik, Finno-Ugristik und Sinologie (chinesischer und zentralasiatischer Buddhismus). Unter ihrer Nachfolgerin Barbara Flemming kamen das Türkeitürkische in sprachwissenschaftlicher, historischer und literaturwissenschaftlicher Richtung hinzu, Hanna Sohrweide (1980) pflegte insbesondere die Osmanistik. Mit der Berufung von Petra Kappert 1979 wurde die Turkologie zu einem eigenen Arbeitsbereich am Seminar.
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Das Fach Iranistik wurde 1919 bis 1930 von Heinrich F.J. Junker und H. Reichelt vertreten, dann von 1937 bis 1954 von Jehangir Tavadia. 1948 wechselte es mit der Berufung von W. Lentz vom Sprachwissenschaftlichen und Indologischen zu dem Orientalischen Seminar über, wo es 1966 ein selbständiger Arbeitsbereich wurde. Die früheren Fachvertreter am Arbeitsbereich Iranistik waren vor allem auf zwei Forschungsgebiete spezialisiert: das Khotanische mit seiner buddhistischen Literatur und das Shahname .
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Abteilung für Afrikanistik und Äthiopistik | |
1909 wurde in Hamburg am damaligen Hamburgischen Kolonialinstitut eine Professur für afrikanische Sprachen eingerichtet. Hamburg kann damit für sich in Anspruch nehmen, den ältesten Lehrstuhl dieser Art auf der Welt geschaffen zu haben. Besetzt wurde diese Stelle mit Carl Meinhof (1857 - 1944). Ursprünglich Pastor in Zizow, einem Dorf in Pommern, der sich in seiner freien Zeit seinen vielseitigen philologischen Interessen widmete, hatte Meinhof durch Zufall über ein benachbartes Rittergut Kontakt mit afrikanischen Sprachen bekommen: Er sollte einem dort lebenden Duala-Jungen Deutschunterricht erteilen. In seinen in ihren Grundzügen heute noch nicht überholten Arbeiten (im Jahre 1984 ist in dritter Auflage die "Vergleichende Lautlehre der Bantusprachen" in englischer Übersetzung wieder herausgegeben worden) hat Meinhof die Prinzipien der vergleichenden Sprachwissenschaft des ausgehenden 19. Jahrhunderts auf Sprachen übertragen, die auf keine schriftliche Überlieferung zurückschauen konnten.
Nachfolger Meinhofs wurde 1936 August Klingenheben (1886 - 1967), der nachdem Studium der Semitistik und Theologie als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter in dem Jahre 1911 an das Hamburger Seminar kam. Zusammen mit Meinhof unternahm er von hier aus eine längere Studienreise in den Sudan. Nach dem Kriegsdienst (ab 1917 als türkischer Oberleutnant in dem Vorderen Orient) promoviert er 1920 über einen Hausa-Dialekt. Klingenheben konzentrierte seine wissenschaftlichen Interessen auf die Gebiete, in denen ein deutscher Afrikanist nachdem ersten Weltkrieg ohne Schwierigkeiten arbeiten konnte: die nichtkolonisierten Staaten Afrikas, Äthiopien und Liberia. Nachfolger Klingenhebens wurde Johannes Lukas (1901 - 1980), der als Hauslehrer zu einem längeren Aufenthalt nach Ägypten ging, wo er an der Al-Azhar-Universität mit zahlreichen Studenten aus zentralafrikanischen Ländern Kontakt aufnehmen konnte. Er gewann sie als erste Informanten für die Arbeit an ihren Muttersprachen. Als Nachfolger von Lukas kam 1970 der Äthiopist Ernst Hammerschmidt an das Institut. Seine Leistungen liegen in der Erschließung grundlegender Quellen und Arbeitsmittel für die Äthiopistik, für deren Veröffentlichung er in der von ihm begründeten Reihe "Äthiopistische Forschungen" als Herausgeber Sorge trug. Als Nachfolger Hammerschmidts wurde der Äthiopist Siegbert Uhlig berufen, der nunmehr den Arbeitsbereich "Äthiopistik" innerhalb der Afrikanistik vertritt. Neben dem Lehrstuhl für Afrikanische Sprachen und Kulturen besteht seit 1949 eine zweite Professur. Bis zu ihrer Pensionierung in dem Jahre 1969 nahm die Bantuistin Emmi Kähler-Meyer diese Professur ein. Als ehemalige Sekretärin Meinhofs hatte sie (ab 1927) parallel zu ihrem Beruf das Studium der Afrikanistik absolviert. Frau Kähler-Meyer fühlte sich während ihres langen akademischen Schaffens in besonderer Weise dem Erbe Meinhofs verpflichtet, das sie vor allem als langjährige Herausgeberin und Schriftleiterin der von Meinhof 1910 begründeten Zeitschrift "Afrika und Übersee" (heutiger Name) bewahrte. Von 1970 bis 1974 nahm Pater DDr. Anton Vorbichler, SVD, die zweite afrikanistische Professur wahr. Neben der Behandlung bantuistischer Themen lenkte Vorbichler die Aufmerksamkeit seiner Hörer vor allem auf die Sprachenwelt Zaires, wo er zwischen 1954 und 1960 als Missionar tätig gewesen war . In dem Jahre 1975 trat Ludwig Gerhardt die Nachfolge Vorbichlers an. Gerhardt vertritt nicht ca. die traditionsgemäß mit dieser Professur verbundene engere Bantuistik, sondern erweitert sie wesentlich um die mit den Bantusprachen Ost- und Südafrikas weitläufig verwandten Sprachen Westafrikas der Niger-Kongo-Sprachfamilie. Von 1983 bis 1994 verfügte das Institut über eine dritte Professur. Mit deren Wahrnehmung durch H. Ekkehard Wolff waren damit wieder jene Forschungs- und Lehrbereiche vertreten, die seit dem Ausscheiden von Johannes Lukas (1970) weitgehend verwaist waren: die tschadischen Sprachen innerhalb des Afroasiatischen und die saharanischen Sprachen innerhalb des Nilo-Saharanischen sowie das Berberische.
Zu der Abteilung gehört der Sonderforschungsbereich für "Umbrüche in Afrikanischen Gesellschaften und ihre Bewältigung"
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Professoren der Afrikanistik |
- 1909-1936: Carl Meinhof
- 1936-1954: August Klingenheben
- 1954-1970: Johannes Lukas
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Abteilung für Indonesische und Südseesprachen | |
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